Stricken macht glücklich, Bildhauerei beruhigt und Malen sorgt für inneres Gleichgewicht. Man hört manchmal, dass Handarbeit therapeutisch wirken kann, aber was ist daran eigentlich wahr?
Es gibt nur eine Antwort: Es ist wirklich wahr. Stricken und Häkeln wirken, genau wie viele andere handwerkliche Hobbys, entspannend auf den Geist und helfen, Stress abzubauen. Für jemanden, der seine Leidenschaft für Nadel und Faden bereits entdeckt hat, ist das natürlich nichts Neues.
Stricken und Häkeln als Therapie
Bei den rhythmischen Bewegungen des Strickens und Häkelns fällt es leicht, den Kopf frei zu bekommen und sich ganz in das Werkstück zu vertiefen, an dem man gerade arbeitet. Manche vergleichen diesen Zustand der Ruhe mit einer Art Mantra. Probleme und negative Emotionen scheinen über die Strick- oder Häkelnadel von einem abzugleiten. Es ist nicht nur die Bewegung von „eine Masche rechts, eine Masche links“. Es ist unter anderem das Herstellen und das Wachsensehen eines Pullovers, einer Mütze oder eines Schals, das dafür sorgt, dass Gefühle von Individualität, Stolz und Erfolg aufkommen.
In Amerika und England haben sich Ärzte und Psychologen wirklich ernsthaft mit der Erforschung der positiven Auswirkungen des Strickens und Häkelns auf die Psyche und körperliche Beschwerden beschäftigt. Diese Forschung hat dazu geführt, dass Patienten statt zu Antidepressiva zur Strick- und Häkelnadel gegriffen haben. Selbst im Bereich der Schmerzlinderung werden positive Ergebnisse erzielt – vorausgesetzt natürlich, man nimmt keine falsche Haltung ein.
Beim Stricken legst du nicht nur die Hände an die Arbeit, sondern trainierst auch deine grauen Zellen. Dabei förderst du deine motorische Koordination, deine Problemlösungsfähigkeit und beispielsweise auch deine Kreativität. Du hast also die Wahl: Entweder löst du ein Kreuzworträtsel oder strickst einen warmen Schal oder eine Mütze für den Winter. Wir wüssten schon, wofür wir uns entscheiden würden!
Bald wirst du glücklich, stolz und entspannt in deinen eigenen Kreationen herumlaufen, während das nächste Projekt schon in Arbeit ist. Hast du den Zug verpasst oder muss dein Auto schon wieder in die Werkstatt? Das spielt alles keine Rolle. Du bist froh, dass du strickst, denn so bleibst du ganz ruhig!
Weitere Informationen zum therapeutischen Stricken:
http://www.knitonthenet.com/issue4/features/therapeuticknitting/
http://www.painuk.org/knitting-for-pain-relief/