So fröhlich wie ihre Entwürfe sind, so strahlend ist auch Jolanda Maas selbst. Ihre Entwürfe sind niemals langweilig, immer farbenfroh und zaubern garantiert ein Lächeln auf dein Gesicht. Wir haben Jolanda für die erste Ausgabe der Rubrik „Wollplatz & … 2020“ interviewt. Ein gemütliches Gespräch, in dem wir viel über diese talentierte Haakster erfahren haben.
Ein Blick auf ihren Instagram-Account (@_Naald5) sagt schon alles. Jolanda Maas liebt Häkeln und Farben. Viele Farben! Ob es sich nun um eine Wohndecke, ein Umschlagtuch oder ein anderes (Wohn-)Accessoire handelt. Aber wer steckt hinter diesen fröhlichen Entwürfen? Und woher bezieht Jolanda ihre Inspiration? Das erfährst du in der neuen Rubrik „Wollplatz & …“.

„Mein Name ist Jolanda, ich bin 34 Jahre alt und wohne in Ermelo. Ihr kennt mich vielleicht vom Wettbewerb ‚De Haakster van Nederland‘, an dem ich 2018 teilgenommen und das Finale erreicht habe. Außerdem kennt ihr mich vielleicht von meinem kreativen Instagram-Account @_Naald5.“


„Ich glaube, meine Leidenschaft fürs Häkeln hat vor etwa 14 Jahren begonnen. Ich liebe Farben sehr und meine Mutter hat auch gehäkelt. Eins und eins ergibt zwei.“

„Farbenfroh, einfach und doch anspruchsvoll.“

„Ich häkle sehr locker. Wenn in einer Anleitung beispielsweise Größe 4 angegeben ist, nehme ich automatisch schon eine halbe oder eine ganze Größe kleiner. Würde ich die angegebene Nadelstärke verwenden, merke ich schnell, dass meine Arbeit zu schlaff wird.“

„Juhu, jede Menge Acrylgarn! Ich habe wirklich noch einen ganzen Schrank voller Knäuel, schön nach Farben sortiert. Außerdem häkele ich in letzter Zeit viel mit Yarn and Colors Epic. Ich persönlich finde, dass sich dünne Baumwolle nicht gut häkeln lässt, deshalb entscheide ich mich für das dickere Garn von Epic. Auch toll: Epic gibt es in vielen verschiedenen Farben.“


„Natürlich eine Häkelnadel, eine Schere und solche Dinge. Aber auch eine Tasse Tee gehört fest zu meiner Häkelstunde dazu. Beim Häkeln schalte ich gerne den Fernseher oder das Radio ein, damit ich beim Häkeln entspannt etwas hören kann.“

„Ich habe definitiv eine Vorliebe für Accessoires. Sowohl im Bereich Mode als auch bei der Wohnkultur. Zum Beispiel Decken, Tagesdecken, Schals und Umschlagtücher. Wenn ich etwas entwerfe, gehe ich oft von einem Knäuel aus, entwickle daraus eine Masche und gestricke schließlich einen Schal oder eine Decke.“

„Am stolzesten bin ich auf die drei Projekte, die ich für den Haakster-Wettbewerb gehäkelt habe. Mein Kissen, das war sehr farbenfroh und fröhlich. Der Dreiecksschal, bei dem die Farben ineinander übergingen. Und natürlich mein Werk für das Finale: mein Teppich. Zufällig habe ich ihn heute Morgen noch kurz aus dem Schrank geholt. Er ist schön straff gehäkelt. Darauf bin ich doch wirklich stolz.“

„Ich finde ‚Studio Hip en Stip‘, dem ich auf Instagram folge, wirklich toll. Genau wie ich liebt sie (Annemarie Huijser, Anm. d. Red.) Farben und Schlichtheit. Das macht ihre Projekte besonders reizvoll zum Häkeln. Inspiration hole ich mir auch einfach auf der Straße – wenn ich verschiedene Farben sehe – oder in Zeitschriften: die Farben, Zusammensetzungen und Garne, die dort verwendet werden. Wenn ich eine Farbe oder ein Garn sehe, überlege ich mir, welche Maschen dazu passen. Und so entsteht ein neues Projekt.“


„Haha, das ist eine gute Frage! Um ehrlich zu sein, nehme ich meine Häkelarbeit regelmäßig mit, wenn ich ausgehe. In der Nachbarschaft gibt es eine Bierstube, in der wir uns regelmäßig mit Freunden treffen. Wenn wir dort unsere Häkelarbeiten aus der Tasche holen, wundert sich niemand mehr darüber. Es kommt auch schon mal vor, dass wir nach einem Ausflug noch ein bisschen häkeln. So war ich neulich mit einer Kollegin auf einem Konzert und wir haben nach unserer Rückkehr noch ein bisschen zusammen gehäkelt. Um ein Uhr nachts, haha.“

„Ich freue mich riesig, dass so viele Menschen Interesse an meinen Häkelprojekten zeigen und mich unterstützen. So wie beim Haakster-Wettbewerb. Ich kann zwar niemanden konkret nennen, aber es freut mich immer, zu sehen, dass Kollegen, Freunde und Familie begeistert sind.“

„Haha, schon wieder so eine gute Frage! Wenn ich häkele, findet mein Freund das nicht immer so toll. Nicht wegen des Häkelns an sich, sondern weil das Wohnzimmer dann voller Garnknäuel ist. Und weil er im ganzen Haus abgeschnittene Fadenenden, Hefte und Anleitungen findet.“

„Letzten Herbst stand ich in Utrecht auf der Kreadoe-Messe neben dem Stand von BudgetYarn. Zu Hause hatte ich bereits etwas davon liegen, und als ich dieses Garn sah, dachte ich: ‚Das würde in diesen Farben wirklich toll aussehen.‘ Ich habe diesen Vorschlag beim Wollplatz eingereicht und mich anschließend zu Hause mit ein paar Knäueln an die Arbeit gemacht. Masche für Masche, Runde für Runde entstand die Wohndecke ‚Power Flower‘. Natürlich habe ich oft alles wieder aufgetrennt und es neu versucht. Vor allem in die Blütenblätter habe ich viele Stunden Entwurfszeit investiert. Und auch in die Suche nach einer Möglichkeit, die offenen Ränder dieser Blumenmuster schön zu schließen. Unter einer Decke möchte man es schön warm haben, deshalb habe ich so wenig offene Maschen wie möglich verwendet. Anknüpfend an die Decke habe ich das Zierkissen „Power Flower“ entworfen.“






„@it.is.a.sarah ist wirklich toll zu folgen. Außerdem hat @jennpoort auch sehr farbenfrohe Häkelarbeiten. Und @dimequesitejidos ist ebenfalls einen Blick wert. Dieser Instagram-Account gehört einer Spanierin. Fragt mich bloß nicht, wie man den Namen ausspricht, haha.
Sehen Sie sich hier das Video-Interview mit Jolanda Maas an
Häkeln mit Jolanda Maas
Lässt ihr euch von der fröhlichen Art und den Entwürfen von Jolanda Maas inspirieren? Dann legt doch einfach los mit ihrer „Power Flower“-Decke oder ihrem „Power Flower“-Kissen. Wir freuen uns darauf, eure Kreationen auf unserer Facebook-Seite oder auf Instagram unter dem Hashtag #wolplatz zu sehen.