Interview mit Berdien über das Punchen
Wir stellen uns vor
Hallo! Ich bin Berdien, 35 Jahre alt, verheiratet und Mutter von zwei tollen Jungs. Mein kreativer Geist kommt eigentlich nie zur Ruhe, ich bin ständig damit beschäftigt, Dinge zu entwerfen und zu gestalten. Ich liebe es zu entwerfen und zu zeichnen, bin aber auch eine große Liebhaberin von Handarbeiten. Zuerst habe ich es mit Häkeln versucht, aber dabei immer den Faden verloren. Früher – als die Jungs noch klein waren – habe ich unzählige Projekte angefangen, aber kein einziges davon fertiggestellt. Bis ich das Punchen entdeckt habe – was für eine Wonne! Ich kann entwerfen und umsetzen. Man legt es beiseite und nimmt es später wieder auf. Es hat mir so gut gefallen, dass ich 2021 „Lille I Nord“ (dänisch für „klein im Norden“) gegründet habe. Meine Arbeiten findest du in einigen Online-Shops, und ich habe sogar Workshops gegeben. Man kann durchaus sagen, dass diese Form des Handarbeitens mein Leben verändert hat.
Welches Frühlingsprojekt hast du vor?
Ich habe keine großen Frühlingsprojekte geplant, aber ein paar einfach umzusetzende Motive entworfen. Die Marienkäfer erwachen wieder aus dem Winterschlaf, daher durften sie natürlich nicht fehlen. Ich habe mich für einen rosa Hintergrund entschieden, und zusammen mit dem Rot-Orange des Marienkäfers ist eine wunderschöne und frische Kombination entstanden. Auch Blumen gehen mir immer wieder durch den Kopf. Zum Beispiel sieht man Gänseblümchen in der Mode häufig, daher fände ich es toll, diese im Frühling zu basteln.
Welche Frühlingsfarben gefallen dir?
Für die Buchstaben, die ich gestalte, kombiniere ich oft frische Pastelltöne, die meiner Meinung nach auch gut zum Frühling passen. Ich gehe davon aus, dass ich das beibehalten werde. Allerdings werde ich etwas mehr farbenfrohe Hintergründe verwenden, wie zum Beispiel Puderrosa, Ockergelb und Mint. Das passt zum Beispiel auch wunderbar zu Flieder.
Mit welchem Material arbeitest du im Frühling am liebsten?
Ich verwende ziemlich konsequent immer dasselbe Material. Beim Punchen ist es wichtig, dass das Verhältnis zwischen Nadel, Garn und dem Stoff, auf dem man puncht, immer stimmt. Ein Wechsel der Stoffe oder des Garns kann dazu führen, dass das Verhältnis aus dem Gleichgewicht gerät, und das ist frustrierend. Zum Beispiel, wenn das Garn nicht hält. Seit ich mit dem Punchen angefangen habe, habe ich einige Lieblingskombinationen für feine und grobe Stoffe entdeckt, und daran halte ich fest.
Welche Technik würdest du in dieser Saison gerne noch lernen?
Vor zwei Jahren hatte ich mal den Wunsch, einen Wandbehang zu knüpfen; ich habe mir eine Smyrna-Nadel und Stoff gekauft, aber das Ganze liegt immer noch auf dem Dachboden… Wenn der Garten wieder für Frühling und Sommer hergerichtet ist, würde ich gerne einen Wandbehang mit der Latch-Hooking-Technik knüpfen. Sticken ist ebenfalls neu für mich und lässt sich gut mit Punchneedling kombinieren, daher denke ich, dass ich beides einmal miteinander verbinden werde.
Was ist dein bester Basteltipp für unsere Follower?
Nicht aufgeben! Du schaffst das! Ich bin unglaublich kritisch mir selbst gegenüber – wie oft habe ich schon meine Arbeiten auseinandergenommen, weggeworfen und es hinterher bereut. Ich musste ganz offensichtlich noch wachsen und meinen Weg finden – und den wirst du auch finden! Für jeden gibt es eine Handarbeitstechnik, die zu ihm passt. Vertraue auf dich selbst und entdecke sie.
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Interview mit Joy-Alice über das Sticken
Wir stellen uns vor
Hallo! Mein Name ist Joy-Alice, das Gesicht hinter @bordurenmet.joy. Schon mein ganzes Leben lang bin ich gerne kreativ tätig. Und im Oktober 2021 habe ich beschlossen, dies ernsthaft in Angriff zu nehmen. Ich arbeite vier Tage die Woche in einem Angestelltenverhältnis, aber daneben beschäftige ich mich in meiner Freizeit gerne mit Sticken. Ich durfte bereits viele schöne Kunstwerke schaffen. Am liebsten sticke ich am Wochenende und dann vor allem tagsüber, gemütlich am Esstisch und am liebsten in der Sonne. Jedes Mal mache ich einen kleinen Freudentanz, wenn ich einen schönen Auftrag bekomme! Und es ist wirklich wahr … Sticken = Entspannung!
Welches Frühlingsprojekt hast du vor?
Das Verrückte ist vielleicht, dass ich selbst noch keine Stickerei zu Hause hängen habe! Also werde ich mich in der nächsten Zeit daran machen. Ich denke, es wird etwas mit schönen Blumen und Blättern und vielleicht einem schönen Text dazu. Ich habe eine grüne Wand im Wohnzimmer mit ockergelben Accessoires, das wird also super schön zusammenpassen. Das werde ich dann natürlich auf meinem Instagram teilen! Behaltet meine Seite also im Auge.
Welche Frühlingsfarben gefallen dir?
Ich selbst mag Rost-, Ocker- und Pastelltöne wirklich sehr gerne. Das werdet ihr sicher auch in meinen Stickereien wiedererkennen. Ich finde es wunderbar, Farben für die Aufträge, die ich bekomme, zusammenzustellen. Das geschieht natürlich immer in Absprache mit dem Kunden. Zunächst wählen wir gemeinsam eine Farbe für den Stoff aus und schauen dann, welche Garnfarben dazu passen.
Mit welchem Material arbeitest du im Frühling am liebsten?
Da wir uns nun auf den Sommer zubewegen und uns somit mitten im Frühling befinden, entscheide ich mich eher für etwas fröhlichere Farben als sonst. Da ich viele Blumen sticke, kommen diese auf den bunten Stoffen auch viel besser zur Geltung. Der Stoff, den ich oft wähle, besteht zu 100 % aus Baumwolle. Ich finde, dass sich dieser Stoff sehr gut zum Sticken eignet und man ihn sehr gut straff im Stickrahmen spannen kann.
Welche Technik würdest du in dieser Saison gerne noch lernen?
Die meisten Menschen, die sticken, verwenden den Kreuzstich. Ich habe mich dagegen entschieden, weil dieser Stil nicht zu mir passt. Deshalb sticke ich frei! Ich fertige zunächst eine Skizze auf den Stoffen an und mache mich dann an die Arbeit! Das finde ich persönlich viel trendiger und zeitgemäßer. Was ich noch sehr gerne lernen würde, ist, diese Technik auf Babytücher oder Kuscheltiere anzuwenden. Oder zum Beispiel auf Babysöckchen … Das fände ich so süß!
Was ist dein bester Basteltipp für unsere Follower?
Wenn ich euch einen Tipp zum Sticken geben darf: Am besten stickt ihr auf doppeltem Stoff! Und bügelt den Stoff vorher kurz. Als ich gerade mit dem Sticken angefangen habe, habe ich noch auf einfachem Stoff gestickt, aber da sah man alle Fäden durch den Stoff hindurch. Das Ergebnis sieht viel schöner aus, wenn man auf doppeltem Stoff sticht. Es ist auch sinnvoll, auf der Rückseite ein Stück Filz anzubringen, um einen schönen Abschluss zu erzielen.
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Interview mit Evelien über das Weben
Wir stellen uns vor
Ich bin Evelien von Atelier E. Obwohl ich als Kind von Natur aus nichts lieber tat, als kreativ zu sein, Seiten vollzuschreiben und draußen zu spielen, habe ich das als Erwachsene nach und nach verloren. Ich hatte immer viel zu tun, grübelte viel, konnte nur schwer zur Ruhe kommen und schlief schlecht.
Ich versuchte, ab und zu wieder Freude am kreativen Schaffen zu finden, und meldete mich für Kurse an der örtlichen Kunstakademie an, aber letztendlich gab ich es wegen der vielen Arbeit immer wieder auf. Ich raste nur so dahin und bekam schließlich ein Burn-out und eine Depression. In diesem Moment beschloss ich, mein Leben komplett umzukrempeln. Ich fing wieder an zu weben, zu sticken, Tagebuch zu schreiben …
Kreativität ist für mich mittlerweile nicht mehr nur ein nettes Extra, wenn gerade Zeit dafür ist. Sie ist ein Grundbedürfnis, das ich sehr schätze. Kreativ zu sein schenkt mir Einfachheit, Energie, Ausgeglichenheit und Möglichkeiten, mich auszudrücken. Im September 2020 beschloss ich, mein eigenes kreatives Unternehmen zu gründen: Atelier E. Dort gebe ich meine Leidenschaft für das „kreative Entschleunigen“ in Workshops, Veranstaltungen und Online-Kursen weiter.
Welches Frühlingsprojekt hast du vor?
Ich wohne in Sint-Truiden, im Herzen von Haspengouw: der flämischen Obstregion. Und wie es sich hier gehört, bin ich unglaublich stolz auf meine Region. Vor allem in dieser Zeit, denn allmählich blüht hier buchstäblich alles auf. Es ist Blütezeit! Jedes Jahr freue ich mich wieder riesig auf diese Zeit des Staunens, des Entschleunigens, des Genießens…
Am liebsten tauche ich dann jeden Tag in die Natur ein und finde dort bei einem kreativen Projekt zur Ruhe. Diese Freude an den Blüten teile ich auch gerne mit anderen und organisiere Mitte April eine „Creative Journey“ inmitten der Blütenpracht. Gemeinsam in der Natur spazieren gehen und sticken – herrlich! Außerdem steht noch ein großes Projekt auf meinem Plan: Ich fertige einen gewebten Wandteppich mit einer Breite von sage und schreibe 1,50 Metern an.
Welche Frühlingsfarben gefallen dir?
Im Winter entscheide ich mich bewusst für kräftigere Farben wie Gelb, Orange und Ocker – alles, was Licht spendet. Im Frühling darf es für mich etwas sanfter und weicher sein, genau wie es in der Natur der Fall ist: ein ruhiger Start. Dann entscheide ich mich spontan für zartes Grün und Gelb sowie für neutrale Töne wie Beige, Weiß und Sandfarben.
Mit welchem Material arbeitest du im Frühling am liebsten?
Ich habe eine Schwäche für Wolle im Allgemeinen, das sieht man auch in meinen Arbeiten – und in meinem Zuhause, haha. Am liebsten arbeite ich mit meinen kleinen Webrahmen und Werkzeugen, die mein Vater übrigens selbst aus Holz herstellt, das normalerweise weggeworfen würde. Ich versuche so gut wie möglich herauszufinden, welche Geschichte hinter meinen Materialien steckt, und arbeite am liebsten mit Merinowolle oder Garn mit einer herrlichen Textur.
Welche Technik würdest du in dieser Saison gerne noch lernen?
In diesem Frühjahr möchte ich mich intensiver mit dem Prozess des authentischen Webens auf einem Webstuhl beschäftigen. Derzeit webe ich selbst auf einem einfachen Handwebrahmen, habe mir aber kürzlich im Secondhand-Laden einen Webstuhl ergattert.
Was ist dein bester Basteltipp für unsere Follower?
Glaube an deine Fähigkeiten. Hab Spaß dabei. Experimentiere und lass los. Bei den kreativen Workshops, die ich organisiere, sehe ich sehr oft, wie Teilnehmer die Messlatte hoch legen, weil sie es sofort zu gut machen wollen. Perfektionismus macht sich breit und stört die kreative Ruhe. Kreativität ist jedoch für jeden da. Ich höre oft „Ich bin nicht kreativ“, dabei ist Kreativität vor allem eine Tätigkeit: „Man ist es nicht, man tut es.“ Um es mit einem Wortspiel zum Thema Weben zu sagen: „Be-weben in dir“.
Möchten Sie diese Technik selbst ausprobieren? Dann kaufen Sie sich unten einige nützliche Utensilien als Zubehör:




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