Die Punch-Königin Marianne Dekkers-Roos zeigt mit ihrem neuen Buch allen, wie man wie ein Profi puncht! Punchen passt perfekt zu Marretjeroos: farbenfroh, vielseitig und kreativ! Lies weiter und erfahre alles über das Buch „Workshop: Punch wie ein Profi“ und lerne Marianne in dem ausführlichen Interview kennen!
Punchen ist eine Handarbeitstechnik, bei der man mit Garn auf Stoff zeichnet. Möchten Sie mehr über diese Sticktechnik erfahren? Dann lesen Sie unseren Blogbeitrag zum Thema Punchen.
Marianne, auch bekannt als Marretjeroos oder MaRRose, kennst du vielleicht durch ihre wunderschönen Häkelkreationen (und ihr Häkelbuch „Eindeloos Haken“)! Sie kann nicht nur gut häkeln, sondern auch punchen! Sie gibt dazu Workshops, hat bereits viele schöne Kreationen gepuncht und bringt nun auch ein Punch-Buch heraus.
Buch „Workshop: Punchen wie ein Profi“
Das Buch enthält eine anschauliche Erklärung dieser Technik, sodass du – genau wie Marianne – im Handumdrehen wie ein Profi puncht! In diesem praktischen Stanzhandbuch für Anfänger und Fortgeschrittene findest du Anleitungen für verschiedene Anlässe. So puncht du im Urlaub einen trendigen VW-Camper, gestaltest ein umwerfendes und glamouröses Kunstwerk für Silvester und puncht ein romantisches Geschenk für deinen Valentinsschatz. Das Buch „Workshop: Punchen wie ein Profi“ wird am Samstag, dem 7. September, im Wollplatz Inspiratiecentrum vorgestellt. Hier kannst du einen Einblick in „Workshop: Punchen wie ein Profi“ gewinnen.
Interview mit Marianne Dekkers-Roos
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Auf Instagram kennen wir dich als @marretjeroos, auf deiner Website als Marrose und dein „echter“ Name ist Marianne Dekkers-Roos. Woher kommen diese Namen?
Meine Familie und meine Freunde nennen mich „Mar“ oder liebevoll „Marretje“. Als ich meine ersten Schritte in den sozialen Medien machte (ich habe im Januar 2013 einen Instagram-Account erstellt), habe ich den Namen „marretjeroos“ ohne lange nachzudenken und mehr oder weniger aus einer Laune heraus gewählt. Schon bald fand ich auf Instagram Anschluss an andere Kreative (das war so toll) und begann selbst, Fotos meiner Häkelarbeiten zu posten. Ohne dass ich mir das vorher überlegt hatte, wurde meine Instagram-Seite zu meinem kreativen Schaufenster, und mein Account wuchs im Handumdrehen.Über dasselbe inspirierende Instagram kamen schon bald Fragen, ob meine Häkelarbeiten zu verkaufen seien, ob ich einen Online-Shop hätte, ob ich die Anleitungen für ein bestimmtes Projekt teilen könnte usw. Ende 2013 beschloss ich, einen Blog zu starten. Es erschien mir logisch, auf Englisch zu bloggen, da ich anfangs vor allem Instagram-Kontakte im Ausland knüpfte und zweisprachig bin (wir haben 8 Jahre in den USA gelebt). In Anlehnung an „marretjeroos“ wurde mein offizieller Firmenname „maRRose“, und da es bereits ein Bekleidungsunternehmen in Südamerika und einen Hersteller von Scheuermitteln in England gab, die unter diesem Namen firmierten, fügte ich „Colorful Crochet & Crafts“ hinzu: „maRRose – Colorful Crochet & Crafts“ war geboren. Kurz gesagt: „Mar“ ist der erste Teil meines Vornamens, „Rose“ ist die Anglisierung meines Mädchennamens.
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Du entwirfst Häkelanleitungen, häkelst wie keine andere und puncht wie eine Profi. Was kannst du sonst noch im Bereich Handarbeit?
Danke! Was für schöne Komplimente! Ich glaube, ich mache so gut wie alles gerne, was mit Kreativität zu tun hat, und vieles davon habe ich schon gemacht oder mache ich neben dem Häkeln und Punchen immer noch. Ich liebe es, an der Nähmaschine zu sitzen; habe schon eine ganze Menge Quilts, Projektbeutel, Etuis und Kissenbezüge genäht (und einmal sogar ein Kleidungsstück). Aber auch Stricken, Tupfen, Zeichnen, Ausmalen, Malen, Basteln, Sticken: Das macht mir alles viel zu viel Spaß. Kreativ zu sein ist für mich pure Entspannung, das bringt mich total zur Ruhe!
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Was ist typisch für Marrose?
Ich glaube, das sind vor allem die Farben, die ich in meinen Projekten verwende. Meistens sind es knallige (von manchen scherzhaft als „hysterisch“ bezeichnete) Farben, die man in meinen Arbeiten wiederfindet. Und dass meine Projekte sorgfältig ausgeführt sind. Ich bin ein Perfektionist und tüftle so lange daran herum, bis etwas ganz nach meinem Geschmack ist.
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Wenn man sich entscheiden muss: Häkeln oder Punchen?
Haha! Das ist so, als würde man fragen, welches deiner beiden Kinder das liebste ist: Diese Frage lässt sich nicht beantworten! Bis vor kurzem dachte ich, dass Häkeln meine absolute Nummer 1 im kreativen Bereich sei, aber ich finde Punchen mindestens genauso schön. Beim Häkeln liegt die Entspannung oft darin, genau aufzupassen und mitzuzählen, wenn man einer Anleitung folgt, aber beim Punchen muss man das gerade nicht, und das finde ich manchmal auch sehr angenehm. Dann lege ich ein Hörbuch ein, hole meine Lochenarbeit hervor und bin ein rundum zufriedener Mensch!
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Wie hast du die Punch-Technik entdeckt?
Ganz zufällig! Auf Facebook sah ich ein Video von einer arabischen Website, in dem jemand mit einer Nadel, durch die in Längsrichtung ein Faden verlief, ein wunderschönes Bild gestaltete. Ich wusste wirklich nicht, was ich da sah! Ich habe das Video mit einigen Kollegen geteilt, und einer von ihnen sagte: „Oh ja, das kenne ich – das habe ich vor langer Zeit auch schon einmal gemacht, das ist Punch Needle.“ Ich selbst hatte noch nie davon gehört, war aber so fasziniert von dieser Technik, dass ich sofort mehr darüber erfahren wollte. Ein Hoch auf das Internet, denn dort fand ich alle Informationen, die ich brauchte, und sobald ich die Nadeln zu Hause hatte, legte ich los. Und meine Güte, was hat mir das Spaß gemacht! Ich war sofort süchtig danach, haha!
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Was gefällt dir so gut am Punchen?
Alles! Wirklich! Zunächst einmal macht es mir riesigen Spaß, wieder selbst zu zeichnen. Das habe ich als Kind schon immer sehr gerne gemacht, danach aber eigentlich nie wieder. Als feststand, was alles in „Punch als een Pro“ enthalten sein sollte, war dies die allererste Aufgabe für das Buch: das Zeichnen aller Abbildungen und Anleitungen. Das hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Es ist zwar keine Voraussetzung für das Punchen (man kann natürlich auch vorhandene Anleitungen und Bilder verwenden), aber für mich war es ein unerwartetes Extra. Außerdem liebe ich es, wenn eine Technik einem nahezu unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Was man mit Punchen alles machen kann, ist so vielseitig. Das wollte ich auch in meinem Buch zeigen. Neben den hübschen Hoop-Art-Bildern findest du darin viele Anwendungsmöglichkeiten und Techniken. Wie zum Beispiel eine fein gestanzte Brosche, einen coolen Wandbehang, Kissen und Etuis – alles ist möglich! Tja, und wie ich gerade schon angedeutet habe: Das Gestalten selbst macht einfach unglaublich viel Spaß! In der Einleitung zu meinem Buch schreibe ich: „Deine Hand führt mehr oder weniger automatisch den stillen Befehl deiner Augen aus, und das macht das Punchen zu einer äußerst meditativen Beschäftigung. Auf der Skala des ‚kreativen Zen‘ schneidet Punchen sehr gut ab.“
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Wenn jemand Geburtstag hat oder etwas zu feiern hat, verschenkst du dann ein selbstgemachtes Geschenk? (Die machen schließlich am meisten Spaß.)
Auf jeden Fall! Vor allem, wenn ich weiß, dass der Beschenkte ein solches „Geschenk von Herzen“ zu schätzen weiß, mache ich das am liebsten! Ein schönes Beispiel dafür ist eines der Projekte aus dem Buch: das kleine Bild mit dem Zitat „Het Komt Goed“, das ich für meine liebe Kreativkollegin Nienke anlässlich der Veröffentlichung ihres Buches puncht habe.

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Nachdem du schon viele tolle Punch-Projekte realisiert und Workshops zum Thema „Punchen wie ein Profi“ gegeben hast, bringst du nun ein Punch-Buch heraus! Großartig! Erzähl uns doch mal etwas über das Buch „Workshop Punch wie ein Profi“!
Cool, oder? Ich muss mich immer noch ab und zu am Arm kneifen! Ich habe doch „einfach so“ ein zweites Buch geschrieben! Und es ist so schön geworden, ich bin unglaublich glücklich damit und stolz darauf! Wenn ich so darüber nachdenke: Es ist genau so geworden, wie ich es mir erhofft hatte – wie besonders ist das denn! Alle Informationen zu Materialien und Techniken, die du brauchst, um loszulegen, findest du nämlich darin. Und außerdem habe ich alle Tipps und Tricks, die ich im Laufe der Zeit selbst gesammelt habe, in dem Buch geteilt. Das Buch ist randvoll mit Projekten und Anleitungen! 28 Anleitungen für hübsche kleine Bilder/Hoop-Art (die du natürlich auch für andere Zwecke verwenden kannst!). Außerdem gibt es noch eine Reihe weiterer Projekte wie eine Brosche, ein Nadelkissen, ein großes Kissen, einen Wandbehang, eine iPad-Hülle, ein Federmäppchen (2 Entwürfe) und – mein persönlicher Favorit – ich zeige dir, wie du eine (Kinder-)Zeichnung punchen kannst! Sehr glücklich bin ich auch mit dem Layout, der Redaktion und den Fotos für „Punch als een Pro“: Das rundet das Buch wirklich ab. Ich bin allen, die hart daran gearbeitet haben, so dankbar!
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Was hoffst du, mit dem Buch „Punch als Profi“ zu erreichen?
Am liebsten möchte ich JEDEM die unglaubliche Freude und die ungeahnten Möglichkeiten vermitteln, die das Punchen bietet!
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Ein Volkswagen-Bus, ein Kissen mit Pflanzenmotiv, ein fröhliches Etui – deine Punch-Needle-Anleitungen sind unglaublich vielseitig. Kannst du alles punchen?
Ja, das kann ich getrost behaupten! Man kann alles punchen und auf allem punchen, solange man auf die richtige Kombination aus Garn, Nadel und Stoff/Untergrund achtet. Ich habe sogar einmal auf einer Malleinwand gepuncht! Ich fand es nicht besonders angenehm, aber es ist durchaus möglich. Auf meinem Blog findest du eine kostenlose Anleitung und ein Tutorial, wie man eine Applikation auf eine Jeansjacke puncht. Das ist auch ein gutes Beispiel dafür, dass man auf allem punchen kann.

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Welche Anleitung aus dem Buch „Workshop: Punchen wie ein Profi“ ist deine Favoritin?
Das habe ich ja schon verraten: die Zeichnung unserer Tochter Quinn, die ich puncht habe! Sie hat sie gemalt, als sie 6 oder 7 Jahre alt war. Mittlerweile ist sie 23 und schon lange aus dem Haus, aber die Zeichnung liegt mir sehr am Herzen und hängt an einem Ehrenplatz in unserem Treppenhaus. Im Laufe der Jahre ist es verblasst, und während ich an dem Buch arbeitete, kam mir die Idee, dass ich versuchen könnte, ihr Kinderkunstwerk durch Punchen zu verewigen. Es ist toll, dass es so gut geklappt hat, und es macht mir große Freude, in meinem Buch zu zeigen, wie man ein solches Projekt in Angriff nimmt!
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Woher bekommst du deine Inspiration?
Überall und nirgendwo! Das klingt zwar abgedroschen, ist aber wirklich so! Das kann eine bestimmte Farbkombination in einer Anzeige sein oder ein Foto einer schönen Blume! Illustrationen, die mir auf Instagram oder Pinterest begegnen. So entstand zum Beispiel das Blattkissen aus dem Buch, weil ich ein kleines Bild mit einem Monsterblatt puncht hatte und nach einer Herausforderung für ein großes Stanzprojekt suchte. Ich bin mir sicher, dass der Trend, viele Pflanzen und viel Grün im Haus zu haben, unbewusst eine Rolle bei der Entscheidung gespielt hat, dieses Kissen mit allen möglichen Arten von Blättern zu gestalten.
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Die Punch-Projekte sind wunderschöne kleine Kunstwerke! Hängst du dein Zuhause damit voll?
Mein Atelier schon (wunderbar und inspirierend), aber unser Wohnzimmer nicht! So sehr ich es auch genieße, mich mit viel Farbe zu umgeben, finde ich es auch schön, mich in einem farblich etwas ruhigeren Interieur aufzuhalten. Ein bisschen zwiespältig, aber so war es schon immer. Unser Gartenhaus ist eine Farbexplosion mit viel Rosa (wunderbar), aber das Wohnzimmer zu Hause hat eine weiße Grundfarbe, viel Schwarz, Chrom (Design) und nur einen einzigen roten Farbakzent (ebenfalls wunderbar).

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Hast du noch Styling-Tipps für die Punch-Projekte?
In meinem Buch gebe ich ein paar Tipps, wie man die kleinen Bilder noch individueller gestalten kann. Das Motiv mit den Blättern ist eine der einfachsten Kreationen, macht aber gerade deshalb so viel Spaß, weil man die Farben an die eigene Einrichtung anpassen kann. Das gefällt mir persönlich sehr gut. Auf einem der Fotos zeigen wir, wie man (indem man einen Stoff in denselben Farben in einen anderen Holzring spannt) daraus ein schönes Set gestalten kann.
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Wenn du noch nie puncht hast, ist das Buch „Punch als Profi“ dann geeignet?
Auf jeden Fall! Das Buch eignet sich gerade sehr gut für Anfänger, da ich den Leser Schritt für Schritt anleite. Ich erkläre alles über die Materialien und die Technik. So erkläre ich beispielsweise, wie man die Nadel einfädelt, die Stoffe aufspannt und die ersten (und folgenden) Punchstiche macht. Und falls du doch lieber eine „Live“-Einweisung haben möchtest, kannst du jederzeit einen meiner Workshops besuchen.
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Und … wenn du inzwischen schon ein echter Punch-Profi bist, ist das Buch dann auch geeignet?
Ja, genau so ist das Buch aufgebaut: alle Informationen für Anfänger, aber auf jeden Fall auch anspruchsvolle Projekte für den „Punch-Profi“! Die Anwendungsprojekte machen besonders viel Spaß, wenn du bereits etwas Erfahrung hast. Und von diesen Projekten findest du über 7 im Buch!
